Verfasst von: regenbogenkaktus | 3. Februar 2012

Heute…

… würde ich mir wünschen mit einem guten Buch in einer Badewanne zu versinken, mich danach unter die Decke zu stecken, und nicht mehr aufzustehen. Tatsächlich werde ich gleich nachdem ich diesen Eintrag verfasst habe, schnell unter die Dusche hüpfen, mich anziehen und mich auf den Weg in die Arbeit machen.

Aber von vorne: Gestern wollte ich eigentlich mein Schlafzimmer streichen. Eigentlich. Dieses Wort sagt wohl schon alles. Während ich noch Badrenovierungsvorschläge mit meinem persönlichen Berater diskutiert habe, hat der G. schon mal angefangen fröhlich pfeifend die orange gestrichene Decke weiß zu übermalen. Als er ungefähr bei der Hälfte war, höre ich ein schockiertes „Nein!“ und sehe in ein verzweifeltes Gesicht. Die Decke war nämlich tapeziert, und die Tapete begann gerade schön langsam, sich zu lösen.
Okay, Renovierungsprofis und erfahrene Häuslbauer dürfen mich jetzt gerne auslachen, aber muss ich damit rechnen, dass jemand die Decke tapeziert und dann komplett unpassend zum restlichen Schlafzimmer anmalt? Muss ich scheinbar. Ich sollte ja schon an solche Überraschungen gewohnt sein.
Also hieß es erstmal wieder Tapete kratzen. So kann man auch einen Nachmittag verstreichen lassen. (Haha, verstreichen, welch unglückliches Wortspiel…)
Aber heute, heute wollte ich unbedingt mein Schlafzimmer streichen. Eigentlich. Seufz.
Ich hatte ja beim runterkratzen der alten Tapete entdeckt, dass eine von vier Wänden witzigerweiße aus Gipskarton bestand, wahrscheinlich eine zusätzliche Dämmung, die man irgendwann eingebaut hatte. Irgendwann hatte ich die großartige  Idee, dass man diese Wand  doch EINFACH nur SCHNELL mit einer überstreichbaren Tapete bekleben müsste und dann EINFACH drüberpinseln könnte, also hab ich Kleister und zwei Rollen Renovierflies besorgt. In einem Anflug von Größenwahn hab ich mir heute dann tatsächlich eingebildet, ich könnte eben dieses Renovierflies doch bestimmt auch alleine aufkleben. Ich, die es nicht einmal schafft ein Foto halbwegs gerade in ein Album zu kleben. Dementsprechend sieht die Wand jetzt auch aus, und nicht zum ersten Mal drängte sich mir die Frage auf: Weitermachen oder sprengen?
Gut, ich habe beschlossen, mit der Wand zu leben und zu den letzten, verzweifelten Mittel zu greifen.Möbel und Bilder. Viele Bilder.
Aber morgen, morgen mal ich dann endlich mein Schlafzimmer aus! Bestimmt!
Und hier die Geschichte noch mal in Bildern:

So sah das Schlafzimmer ursprünglich aus

Und so, nachdem die erste Schicht Tapete herunten war…

Noch lächle ich. Im Hintergrund die ominöse Wand…

Und wieder wird fleissig gekratzt

Mittlerweile frage ich mich ja, ob ich nicht vielleicht doch mit der alten Tapete hätte leben können. Aber nein, renovieren ist ja lustig, das mach ich ja gern!

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