Verfasst von: regenbogenkaktus | 29. August 2011

Nationalpark Olot – Santa Pau

 Freitag ist Wandertag. Nur wenige Minuten ausserhalb von Olot liegt der Nationalpark, in dem man unterschiedliche Wanderungen unterschiedlicher Dauer unternehmen kann. Wir entscheiden uns für das volle Programm, einen mit vier Stunden Gehdauer ausgeschriebenen Rundwanderweg.
Nicht nur die karge Sandlandschaft, sondern auch die Hitze rufen bei mir sofort Erinnerungen an Australien hervor.  Anfangs noch schwer motiviert und voller Tatendrang machen wir sogar einen kleinen Abstecher zum Volcá el Croscat. Dieser ist laut Tourismusinfo in den Achtzigern zum letzten Mal ausgebrochen. Mittlerweile wird hier seit mehreren Jahren Lava abgetragen, unter anderm auch, um den Krater für Touristen zugänglich zu machen. Umso erstaunlicher ist es, dass sämtliche Infotafeln, die hier zu finden sind, ausschließlich in Katalan gehalten sind. So viel zum Nationalstolz.

Volcá el Croscat

Wenig später erreichen wir auch den Volcá Santa Margarita. Dessen Krater ist mittlerweile mit Gras überwachsen und mittendrin steht ein kleines Kirchlein, in dessen Schatten sich einige müde Wanderer ausruhen.

Volcá Santa Margarita

Schön langsam setzt auch mir die Hitze zu, aber das schlimmste Stück des Weges haben wir noch vor uns. Kurz vor Schluss geht es nämlich steil bergab und das im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein. Hier sind selbst feste Turnschuhe fast noch zu wenig.

Das letzte Stück führt durch einen Buchenwald, der über einem alten Lavastrom wächst. Endlich Schatten.

Ziemlich ausgepowert erreichen wir Parkplatz und Auto und gönnen uns erstmal ein eiskaltes Cola aus dem Getränkeautomaten, den irgendeine gute Seele (oder ein tüchtiger Geschäftsmann) dort aufgestellt hat.

Da wir am Vormittag früh genug losspaziert sind, haben wir noch Zeit, wie geplant einen Abstecher in die mittelalterliche Kleinstadt Santa Pau zu machen.

Noch lache ich

Dieses  Städtchen ist tatsächlich ein Touristenmagnet. Wir spazieren kurz durch, und finden´s lustig, hübsch, aber nicht allzu authentisch. Besonders die Autos am Ortsplatz stören dann doch das Bild ganz gewaltig.
Ich finde dennoch, dass sich der Abstecher lohnt, wenn man schon mal in der Nähe ist.
Das langsam herrannahende Gewitter schließlich gibt mir das perfekte Alibi, schnellstmöglich wieder ins Auto zu steigen und meine müden Füße auszuruhen. Ich hab mir an diesem Tag zwei Riesenblasen geholt, die mich auch in den nächsten Tagen noch verfolgen sollen. 
In dieser Nacht stellen wir schließlich fest, dass unser Zelt nicht nur sturmuntauglich sondern auch nicht wasserdicht ist. Zum Glück bleibt es aber die einzige Nacht mit Regen und bereits am nächsten Tag scheint wieder die Sonne, so dass unsere Sachen auch wieder schnell trocknen.

Santa Pau – Mittelalterflair mit modernem Fuhrwerk

Romantische Gässchen in Santa Pau

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