Verfasst von: regenbogenkaktus | 10. Juli 2013

Jetzt aber!

So, nach langem Hin und Her, mal hier mal dort, net Fisch, net Fleisch wie man so schön sagt, habe ich nun endlich ein bisschen Ordnung in mein Blogleben gebracht.

Hier soll es, wie ursprünglich geplant, wieder ums Reisen gehen, während ich hier auf blogspot meine ganze kreative Ader ausleben werde.

Somit sollte dann das Chaos wieder mal ein Ende haben – vorerst! ;-)

Verfasst von: regenbogenkaktus | 14. September 2012

Gehobene Küche

Oder: Wie man sich in Italien unbeliebt macht

Meine Mutter und ich, wir machen also Kurzurlaub in Italien und nächtigen in Sistiana, in einem Hotel, dessen Name nicht genannt werden soll. Dieses Hotel verfügt auch über ein Restaurant, ein Restaurant mit sogenannter „gehobener Küche“. Nun gut, denken wir, wir haben immerhin Urlaub, wir können uns ja auch mal was gönnen.

Möglicherweise disqualifizieren wir uns bereits dadurch, dass wir schon um neunzehn Uhr einen Tisch im Lokal besetzen und zum Abendessen bereit sind. Sehr unitalienisch.

Dennoch, der Lokalinhaber begrüßt uns (noch) freundlich und bringt uns eine Speisekarte. Die Speisen stehen da auf italienisch, die Preise (die Preise!!!!) immerhin in Euro. Mithilfe des mitgebrachten Wörterbuchs und meinen Spanischkenntnissen sind wir dennoch in der Lage, uns in etwa zusammenzureimen, was wir gerne essen wollen (und was nicht). Die empfohlenen Venusmuscheln und die Kalbswangen lehnen wir dankend ab.

Der noch freundliche Lokalinhaber bringt uns eine Karaffe mit Wasser, die ich gleich mal großzügig in die ebenfalls am Tisch stehenden Weingläser gieße. Mein zweiter Fehler an diesem Abend. Aber gut, ich gebe ehrlich zu, ich habe diese zahnputzbecherartigen Dinger, die da außerdem noch am Tisch standen, schlicht und einfach mit Teelichthaltern verwechselt, und nicht für Wassergläser gehalten.

Schließlich wird unsere Bestellung aufgenommen. Einmal Pasta für mich und einmal Antipasta für meine Mutter.„Also“ fasst der noch freundliche Lokalinhaber zusammen, „Sie essen NUR die Pasta, und Sie essen NUR die Vorspeise?“

Wir nicken und räumen ein, dass wir hinterher eventuell noch Platz für ein Dessert haben möchten. Der nicht mehr ganz so freundliche Lokalbesitzer zieht ab und schickt uns seine Kellnerin, die ausschließlich italienisch spricht, und bei der ich halb spanisch, halb deutsch eine Weinbestellung aufgebe. Einmal rosé für mich, einmal süßen Rotwein für die Frau Mama. Nur kurze Zeit später steht der Lokalbesitzer wieder vor uns. „Rosé gibt es nicht in diesem Land.“ erklärt er mir „Ein trockener Weißwein?“ Ich stimme unterwürfig nickend zu.

Er kommt wieder, bringt mir aber nicht etwa ein Glas, sondern eine bereits geöffnete ganze Flasche Weißwein, und beginnt unser Wasser, welches sich ja noch in den Weingläsern befindet, erstmal in die dafür bestimmten Behältnisse umzuschütten, und mein Weinglas mit grimmiger Miene mit Wein aufzufüllen.

„Haben Sie auch süßen Rotwein?“ wage ich noch eingeschüchtert zu fragen.

„Nein“, meint er kurz angebunden, und schon ist auch das Glas meiner Mutter gefüllt. Die restliche Flasche verbleibt an unserem Tisch und ich kann nur hoffen, dass der Wein schmeckt.

Ab diesem Zeitpunkt haben wir wohl vollkommen verspielt. Ab sofort ist nur mehr die italienischsprachige Kellnerin für uns zuständig. Die aber dafür sehr  freundlich. Der Lokalbesitzer ignoriert uns.

Nach und nach beginnt das Lokal, sich auch mit anderen Gästen zu füllen. Manche von ihnen werden mit Küsschen begrüßt, und alle, wirklich ALLE, die Wein bestellen, bekommen einen Weinkühler auf den Tisch gestellt, und die  Flasche wird direkt an ihrem Tisch geöffnet. Ich komme ins Grübeln, und blicke auf unsere noch halbvolle Weinflasche, die da sehr einsam und ohne Kühlung auf unserem Tisch steht.

„Wahrscheinlich hat er sich gedacht, die zwei haben sowieso keine Ahnung, die können ihren Wein auch warm trinken!“, murmele ich und nehme noch einen Schluck. „Möglicherweise hat er sogar irgendwelche Reste zusammengeschüttet, weil er dachte, dass wir es ohnehin nicht merken.“ Und ich gebe zu, ganz so unrichtig wäre diese Annahme nicht einmal gewesen. Immerhin, der Wein schmeckt gut, auch halbwarm immer noch.

Meinen Plan, diesen Tisch solange zu besetzen, bis ich die im Grunde ungeorderte Flasche Wein ausgetrunken hatte, und möge es die ganze Nacht dauern, verwerfe ich nach dem zweiten Glas, zugunsten des nächsten Urlaubstages. Kurz überlege ich allerdings noch, den Lokalinhaber noch mal so richtig zu schocken, und ein Glas Cola zu bestellen, um den Wein damit zu mischen. Hätte ich es getan, wäre er wahrscheinlich vor unseren Augen aus seinen Turnschuhen gekippt.

Nach dem Dessert (ein Klecks Mousse  au Chocolat und etwas, das sich Schokoladentorte nennt, im Grunde aber nichts anderes als reine Schokolade in Tortenstückform ist), zwingen wir den Lokalbesitzer mehr oder weniger noch einmal dazu, uns eine Minute seiner Aufmerksamkeit  zu schenken, indem wir ihn fragen, ob das Essen bar zu bezahlen sei oder ob wir es aufs Zimmer schreiben lassen können.

„Nein, nein, aufs Zimmer, das geht schon okay…“ meint er nur, und will wieder abziehen, ohne unsere Zimmernummer zu hinterfragen. Wir müssen ihm scheinbar wirklich ein richtiger Dorn im Auge sein.

Am Weg ins  Zimmer halten wir noch kurz auf der Terrasse inne, die sich direkt über dem Lokal befindet. Ich zünde mir eine Abendzigarette an und sinniere immer noch über den fehlenden Weinkühler nach.

„Um Gottes Willen!“ ruft meine Mutter genervt aus. „Wenn ich morgen irgendwo so einen Kübel sehe, dann kauf ich ihn dir.“
„Gut“, sage ich „Und falls wir morgen Abend wieder hier essen, nehme ich ihn mit, und bitte den Lokalinhaber ihn mit Eiswürfel zu befüllen und uns unsere restliche Flasche Wein darin zu servieren.“

Im gleichen Moment hören wir von unten Musik.

„Wo kommt denn jetzt plötzlich Musik her?“ fragt meine Mama.

„Aus dem Restaurant“, erkläre ich. „Der feiert jetzt bestimmt, dass wir weg sind.“

Verfasst von: regenbogenkaktus | 27. August 2012

Zweifelhafte Komplimente

Der betrunkene Typ an der Bar: “Also weißt du, ich find dich echt scharf!”

Die freundliche Kellnerin  (= ich): “Ähm, ja, danke!”

DbTadB: “Ich hab ja eine Bekannte in deinem Alter….”

DfK: “Du weißt doch gar nicht wie alt ich bin…”

DbTadB: “Naja, so Anfang vierzig…”

DfK: ………………..

 

Ich bin 32! In Worten zweiunddreißig. Und das zumindest noch eineinhalb Wochen lang. Mann!

Verfasst von: regenbogenkaktus | 24. August 2012

Jetzt ist Sommer

Jetzt auch für mich.

Also eigentlich schon seit dem 8. August. Denn an diesem Tag habe ich die gedruckte und gebundene Version meiner Bachelorarbeit im Sekretariat abgegeben und seitdem endlich Ferien. So richtig.

Die ersten paar Tage nach Abgabe bin ich einfach mal auf meiner Couch versumpft, was unter anderem dazu geführt hat, dass an meiner Decke hier einiges weitergegangen ist. Mit ein bisschen Glück schaff ich es wirklich noch, sie mir selbst zum Geburtstag zu schenken.

Ausserdem habe ich lieben Besuch von lieben Leuten gehabt, ein paar sehr entspannte Tage genossen, und es nach drei Jahren endlich geschafft, das Grazer Volkskundemuseum auch mal von innen zu sehen.

Und dann hatte ich noch das Glück und durfte mir von Bekannten den Campingbus ausborgen und bin für ein paar Tage nach Italien ans Meer gesaust.

Drei Tage lang barfuß am Strand, Ligretto spielen, viel lesen, Muscheln sammeln, im Meer schwimmen,bis Mitternacht draussen sitzen und quatschen …. herrlich!

Ich bin gar nicht dazu gekommen, allzu viele Fotos zu machen, weil ich viel zu sehr mit genießen beschäftigt war.

Der Kanadabär war natürlich auch wieder mit dabei:

Und hier noch ein Bildchen von meinem Traumauto, (irgendwann  möcht ich mal selber so einen besitzen), und von meinem Co-Piloten T., der weder mein jugendlicher Liebhaber, noch mein kleiner Bruder ist, sondern einfach nur ein guter Freund, mit dem es sich nett urlauben lässt.

Das war es dann dieses Jahr auch schon mit Auslandsurlaub für mich. Die Wohnung hat im Frühjahr so ziemlich mein ganzes Budget geschluckt, und das muss erstmal wieder aufgestockt werden. Also werden die restlichen Ferientage (es bleiben ja noch einige) unter anderem mit Geld verdienen verbracht werden.

Verfasst von: regenbogenkaktus | 16. Juli 2012

Ungarische Küche

Lange gewünscht, lange vergriffen gewesen, heute beim Stadtbummel wiederentdeckt und dank spendabler Mama (Zitat: “Du hast ja eh bald Geburtstag”) auch sofort mitgenommen:

Genießen wie in Ungarn: Ungarische Spezialitäten

Nicht nur dass darin alle möglichen Rezepte aus der ungarischen Küche – vom Gulasch über Palatschinken bis zur berühmten Dobos Torte – enthalten sind, man erfährt auch noch allerlei Wissenswertes über Land und Leute und die Herkunft bzw. Bedeutung der verschiedenen Speisen. Die vielen schönen, teilweise sehr alten Bilder machen das Buchauch für Nicht-Köche zu einem Gustostückerl für alle Ungarnliebhaber.  Ein Preis von 14, 99 € ist da wirklich nicht verkehrt.

Absolute Empfehlung! Kaufen bevor es wieder vom Markt verschwindet!

Verfasst von: regenbogenkaktus | 15. Juli 2012

Couchsurfing, die erste

“Wenn du nicht in die Welt hinauskannst, dann hol doch die Welt zu dir.”

Dacht ich mir, vor mittlerweile fast einem Jahr, als ich mich auf couchsurfing registrierte. Letzte Woche kam dann die erste Anfrage, und ich nahm an.

Als ich Bekannten davon erzählte, kamen teilweise Reaktionen wie: “Was, du lässt eine Wildfremde bei dir übernachten?” gefolgt von einem Blick, der besagte, was keiner auszusprechen wagte, nämlich: “Gut, wenn du am nächsten Tag tot in deiner leergeräumten Wohnung aufwachst ist dir auch nicht zu helfen.”

Eins vorweg: Ich lebe noch und meine Wohnung ist so vollgestellt wie eh und je!

Zuzana  aus Bratislava wollte am Donnerstag planmäßig um halb acht bei mir ankommen. Durch verspätete Züge und Verpassen der Anschlüsse verschob sich die Ankunftszeit allerdings um einiges nach hinten. Spätestens nach dem letzten SMS, das ich von ihr bekam, und in dem stand: “Wenn jetzt nicht noch der Zug zusammenbricht oder ich von Aliens entführt werde, sehen wir uns heute tatsächlich noch!”, wusste ich, dass wir zumindest humortechnisch schon mal auf der gleichen Wellenlänge waren.

Trotz Regen verbrachten wir zwei nette Tage hier bei mir, und auf meine Bitte hin haben wir sogar gemeinsam ein slowakisches Gericht gekocht. Haluschki mit Brimsen (Schafskäse) und Speck. Einfach zum Niederknien.

Zu dieser Speise trinkt man traditionellerweise Acidophilusmilch, die bei der Verdauung helfen soll.  Und glaubt mir, das ist auch notwendig bei diesem Hammergericht.  Wir haben noch dazu einen Salat mit steirischem Kürbiskernöl dazu serviert.

Da Zuzana lange in Spanien gelebt hat, haben wir uns drauf geeinigt, nur Spanisch miteinander zu sprechen, was für mich zwar anstrengend, aber auch eine verdammt gute Übung war!

Fazit: Mein erstes Mal war einfach super! Liebe  Couchsurfer, wenn ihr alle so unkompliziert und easy-going seid, dann kommt doch bitte alle zu mir.

Heute kommt aber erstmal meine Mama. Und die surft nicht meine Couch, sondern mein Bett. Mal sehen, ob sie mir auch was gutes kocht *fg*.

Verfasst von: regenbogenkaktus | 2. Juni 2012

Schön war´s…

… in good ol´Hungary.

Irgendwie beruhigend, dass manche Dinge sich niemals ändern.

Stimmungsbild Weinverkostung

 

Verfasst von: regenbogenkaktus | 26. Mai 2012

Pfingsten

Ich hab die alten Bilder auf meiner Kamera gelöscht, um die Speicherkarte für Neues freizuräumen, und den Akku aufgeladen. Ich hab meinen I-Pod mit 97 ungarischen Songs bespielt, von denen ich mindestens 93 in den nächsten Tagen zum ersten Mal hören werde. Ich hab meine Tasche eingepackt, umgepackt und die ganze Zeit das Gefühl etwas vergessen zu haben.

Kurz: Ich mach Urlaub.

Mit dem Schwesterlein samt Familie und dem Herrn Papa geht es morgen zu einer wahrscheinlich für mich absolut unchristlichen Zeit (also irgendwann am Vormittag) auf nach Pécs, die Verwandten besuchen.

Ich freu mich!

Und lass  euch eins meiner liebsten ungarischen Lieder hier:

Verfasst von: regenbogenkaktus | 22. März 2012

Wir nähern uns dem Ende…

… und zwar in so ziemlich jeder Hinsicht.
Bitteschön, mein Bad kurz vor der Fertigstellung:

Meine neue Dusche mit Steinboden

Die Badewanne sieht jetzt auch schon verlockender aus

Trotz aller Vorfreude liegen die Nerven schon seit einiger Zeit blank bei mir. Es ist noch so viel zu tun, und nur mehr so wenig Zeit. Für die Uni mache ich nur mehr das allernötigste (was einfach nicht genug ist), und ich kann mich dunkel erinnern, dass ich irgendwann früher mal so eine Art Privatleben hatte, mit Hobbys und so….

Auch körperlich bin ich etwas ausser Gefecht gesetzt, nachdem ich gestern, als ich meine Regalbretter ins Auto tragen wollte, die letzte Stufe der Treppe übersehen habe, und mein linker Fuß jetzt ungefähr doppelt so dick ist, als das eigentlich der Fall sein sollte. Ich bin also gezwungen, es heute ruhiger angehen zu lassen, und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo ich “ruhiger” so gar nicht brauchen kann. Die Sache mit Geduld und so….

Nun, wie auch immer, ich packe jetzt weiter meine Kisten. Das geht auch im Sitzen. Und ich frag mich wirklich wieder einmal, wo ich eigentlich in so kurzer Zeit so viel Zeug angesammelt habe…

Verfasst von: regenbogenkaktus | 15. März 2012

Vorfreude

Also bei allem was ich bin, Geduld gehört nicht gerade zu meinen guten Eigenschaften. Kein Wunder also, dass mir alles wieder mal zu lange dauert und mich die Renovierungsarbeiten schön langsam aber sicher etwas zu nerven anfangen.
Um mich bei Laune zu halten, male ich mir vor meinem geistigen Auge immer wieder die Dinge aus, auf die ich mich freue, und die derzeit auf meinen bescheidenen 22m nicht möglich sind. Dazu gehören:

- der erste Kaffee am Balkon
- mal wieder Freunde einladen, und zwar  mehrere gleichzeitig, und nicht nur schichtweise
- Muffins backen und Tiefkühlpizza (derzeit weder Backrohr, noch funktionierendes Tiefkühlfach)
- auf der Couch hocken und ein Buch lesen
- meine Nähmaschine anwerfen und Stoff endlich wieder am Tisch und nicht mehr am Boden zuschneiden
- eine eigene Waschmaschine
 
und wahrscheinlich noch tausende Sachen mehr, die mir im Moment aber nicht in den Sinn kommen wollen.
Alles Dinge, die für mich jahrelang selbstverständlich waren,  und die ich in den letzten Monaten zu vermissen begonnen habe.

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